Schlagwort-Archive: Lehmbau

Haus Cleff in Remscheid

Unsere Leistungen an Innenwänden mit Erstellung von Stakenfüllungen mit Weidenruten und Strohlehmen sind abgeschlossen. Als nächstes erfolgt die Sanierung der Lehmwickeldecken. Hierbei werden auch Eichenstaken als Träger verwendet, allerdings werden diesen nicht wie in Wandgefachen mit Ruten gefüllt, sondern mit Langstroh und Lehmschlämme umwickelt, dann mit Keilfräsungen und Sicherungslattung zwischen den Kehlbalken eingeschoben und danach mit groben Lehmstroh aufgemörtelt. Wir berichten weiter….

Denkmalsanierung Haus Palz in Senden:

Nach langer Pause geht es endlich weiter und wir haben mit farbigen Oberputzen begonnen. Diese „fertigen Oberflächen“, welche nicht mehr mit Anstrichen weiterbehandelt werden, werden zweilagig mit eingefärbten Lehmmörteln ausgeführt, welchen dann noch Zuschläge wie Stroh, Muschelmehle o.ä. zugegeben werden, welche dann an der Oberfläche freigerieben werden. Hierdurch können wunderschöne Effekte z.B. bei Lichteinfall erzielt werden.

Im Dachgeschoss sollen die farbigen Lehmflächen dem restaurierten Gebälk angeglichen werden. Hierzu haben wir mehrere Muster erstellt, welche noch gebürstet werden müssen…..

Farbiger Lehm
Farbiger Lehm
Muster

Haus Cleff in Remscheid

Unsere Leistungen an Innenwänden mit Erstellung von Stakenfüllungen mit Weidenruten und Strohlehmen sind abgeschlossen. Als nächstes erfolgt die Sanierung der Lehmwickeldecken. Hierbei werden auch Eichenstaken als Träger verwendet, allerdings werden diesen nicht wie in Wandgefachen mit Ruten gefüllt, sondern mit Langstroh und Lehmschlämme umwickelt, dann mit Keilfräsungen und Sicherungslattung zwischen den Kehlbalken eingeschoben und danach mit groben Lehmstroh aufgemörtelt. Wir berichten weiter….

Lehmwickeldecke
Lehmwickeldecke

Denkmalsanierung Haus Palz in Senden:

Auf den Fotos gut zu sehen ist die Fertigstellung der Lehmfeinputze an Decken und Wänden in der „guten Stube“. Momentan erstellen wir Musterplatten für den Anstrich mit Kalkfarbe. Blaue und grüne Fassungen wurden bei Untersuchungen vorgefunden und diese sollen so originalgetreu wie möglich wieder verwendet werden. An diesem Bauvorhaben werden wir allerdings nicht mit eingesumpftem Kalk streichen, sondern werden Kalkfarben der Firma Haga aus der Schweiz verwenden.

Lehmoberputz gefilzt (1)
Lehmoberputz gefilzt (2)
Lehmoberputz gefilzt (3)

Denkmalsanierung Haus Palz in Senden:

Letzte Woche haben wir mit den Oberputzen an Wänden und Decken begonnen.

Besonders zu erwähnen ist hier der „Lehmstuck“.  Dieser wird üblicherweise als „Pressstuck“ in einer Rapportform ausgeführt. Hier haben wir uns für einen „organischen“ Verlauf entscheiden und ziehen freihand über den nicht fluchtend verlaufenden geputzten Balken. In diesem und den Archivraumen werden die Oberfflächen mit Lehmfeinputz und monochromen Farbfassungen und Kalkfarbe gestaltet. Büroräume, Diele und Feuerraum mit neu erstelltem Bosen über der Feuerstelle werden mit farbigem Lehmputz gestaltet. Wir verwenden hier Josima von Claytec und einem graugelb gebrochenem Weißton.

Die Gefachefüllungen des Bosen waren ansich mit Lehmleichtsteinen geplant, werden nun aber doch, wegen sehr gering auftretender Temperaturen und dem deutliche leichteren Gesamtaufbaus mit Holzfaserdämmplatten ausgeführt, welche dann gefachebündig mit Lehmmörtel armiert werden.

Balken
Bosen
Lehmstuck

Haus Cleff in Remscheid

Die erste, außenliegende Ebene der Strohlehmfüllung im Rutengeflecht sind im OG erstellt worden. Jetzt muss erstmal getrocknet werden. Hierfür haben wir Lüfter, Trocknungs- und Heizgeräte. Da der Lehm nur durch „Wasserverlust“ erhärtet und keine chemischen Reaktionen stattfinden, besteht bei diesem Bindemittel nicht das Risiko des „Verbrennens“ , also zu schnellem Entzug des Wassers vor dem eigentlichen Abbinden. Hier sind Kalkmörtel sehr anfällig.

Strohlem außenseitig (1)
Strohlem außenseitig (2)
Strohlem außenseitig (3)

Haus Cleff in Remscheid

Die ersten Gefache mit Staken/Weidenruten-Geflechten sind außenseitig zugemörtelt und können nun schön über die Weihnachtstage abtrocknen. Dies ist leider der besonderen Konstruktion (wir hatten schon darüber berichtet) geschuldet, da hier ein Abtrocknen nur über den Innenraum erfolgen kann.

Das Abtrocknen von Lehmmörteln, vor allem mit organischen Zuschlägen wie z.B. Langstroh, ist sehr wichtig und in einem schnellen Zeitraum auszuführen, da sonst an der Oberfläche, aber auch im Gefüge Schimmel entsteht – also das, was der Lehm nach Abtrocknung am besten in Wohnräumen verhindern kann, ist bei der „Erstellung“ die größte Gefahr und zwingend richtig zu behandeln. Trocknung ist bei Lehmen aber sehr einfach, weil hier keine Trocknungs- bzw. Wartezeiten wegen zu schnellem Entzug von „Abbindewasser“ einzuhalten sind -es kann umgehend nach Einbau erfolgen.

Diese Woche haben wir mit einem sehr spannenden Projekt begonnen – Gefachesanierung im Zuge der „Rohbauarbeiten“ am denkmalgeschützten Haus Cleff in Remscheid. Dieses besondere Fachwerkgebäude wurde 1778 im Stile des Rokoko erbaut, wurde glücklicherweise bis zur Neuzeit wenig saniert und hat deshalb sehr viele historisch bedeutende und erhaltenswerte Untergründe/Oberflächen/Materialien. Trotzdem sind hier im Zuge des Rohbaus einige Balkenwerke, die Fenstereinrahmungen, Fenster und eben auch Gefache zu erneuern.

Mit dieser Aufgabe sind wir beauftragt worden. Wir werden nach historischem Vorbild, mit den ursprünglichen Materialien die Gefachefüllungen ausführen. Die drei wichtigen Komponenten sind auf den erstellten Mustern (siehe Bilder) gut sichtbar -Strohlehm + Eichenstaken + Weidenruten. Nach Erstellung des Geflechts wird dieses mit Strohlehm vermörtelt. Die fertige Schieferfassade ist an diesem Objekt die Herausforderung, weil man natürlich jetzt nicht mehr von außen vermörteln kann, sondern die innere, wie auch die äußere Vermörtelung von innen ausführen muss. Über den weiteren Baufortschritt werden wir demnächst berichten…..

Haus Palz in Senden:

Die Innenwanddämmung aus Holzfaserdämmstoffen in 40 und 80mm wurde verklebt und verdübelt, die Heizschlangen für die Wandheizung montiert (siehe Bild) , sodass der erste Verputz erfolgen kann. Das Abtrocknen der ersten Lehmgrundschicht wird durch ein Aufheizprotokoll reguliert, sodass die maximale Ausdehnung der Heizschlangen im frischen Mörtel stattfindet. Nach Abtrocknung des gesamten Systems wird eine weitere Schicht Lehmmörtel mit Glasseidengewebe oder Jutaarmierung aufgezogen und ein zweites Aufheizprotokoll wird gestartet.

Die Restaurierung der Lehmstaken und schlifrohrumwickelten Balken ist auch in vollem Gange – siehe Fotos. Momentan noch eckig ausgebildet, sollte die gewünschte Profilierung der Ecken bei Lehmaufbauten aus dem trockenen Material „ausgekratzt“ – und nicht wie bei „normalen“ Stuckaturen mit plastischem Mörtel gezogen werden. Somit kann man die hierbei sehr nachteilige Rissbildung im Lehm vermeiden, bzw. vorher abklingen lassen.

Fachwerkhaus in Hemer:

Die Fassade ist fertig. Die Bilder zeigen den Kompromiss aus „Kissenbildung“ an Putzfeldern und leicht schrägem Verlauf zum unteren Gefach. Beide Varianten sind machbar, entscheidend ist aber, dass die geputzten Gefache einen Überstand zum darunter liegenden Holz bilden. Somit wird eine Art „Fensterbank“ für die anfällige Fuge erzeugt. An erhabenen Fensterhölzern oder Sockeln sollten dann besser Zinkbleche verbaut werden.