Auch über den Winter konnten wir an diesem Objekt schön weiter arbeiten. Momentan fertigen wir im Lager die Lehmwickel (Weller oder Staken) für die Decken vor und haben auch teilweise am Denkmal schon mit dem Einbau begonnen.
Bei den Freilegungen der Wände war das Erdgeschoss am meisten beschädigt vorgefunden worden, deshalb entstehen hier immer neue Bereiche, wo ein komplett neuer Gefachebau nach z.B. ausgetauschtem Balkenwerk erforderlich ist. Hierzu werden Eichenstaken in dafür einschlagene Nuten gekeilt und in Querrichtung Weidenruten gespannt. Die Verfüllung erfolgt mit sehr strohlastigem Lehmmörtel, welcher händisch eingebracht wird. Wie immer im Winter, ist die Beheizung dabei ein wichtiges Thema. Der Lehm muss getrocknet werden, obwohl er durch Frost keinen Schaden nehmen kann – durch den hohen organischen Zuschlagsanteil wird hier aber der Schimmel durch zu lange Feuchte begünstigt. Also sind hier Zwangstrocknungen ratsam.
Und wieder lüftet sich ein kleines Stück der neu sanierten Stuckdecke -aber immer noch nicht alles.
Momentan sind wir an der Rabitz-Unterkonstruktionen auf der Pressetribüne. Tragstähle sind verlängert worden und Hochrip-Streckmetall wurde verrödelt als Putzträger….
Endlich mal Bilder von einer fertig gestellten Sanierung – eingerichtet und „in Benutzung“ genommenes Haus Palz in Senden – Lehmputz mit wunderschönen Details.
Am B.V. „Das Zentrum“ in Menden wurden wir beauftragt, innen die teilbeschädigten Spalierlehmdecken zu ergänzen und außen Sanierungsvorschläge zur Fassadensanierung zu erstellen. Die Fassade soll neu gestrichen werden, weist aber unterschiedlichste Anstriche von z.B. kälteelastischen- bis versprödeten Ölbeschichtungen auf. Ein „Entschichten“ ist hier also zwingend, weil auf Ölfarben keine Grundierung oder Farbe langhalten ausgeführt werden kann. Also haben wir unterschiedlichste Proben ausgeführt – bz. Sind noch dran:
Nach der Deckensanierung wurden die Wandgemälde entfernt und dabei kamen die alten Pressetribünen wieder zum Vorschein. Diese sollen nun auch saniert werden. An sich alles wie bei der vorangegangenen Stuckdeckenrestaurierung – siehe Bilder – auch hier müssen die Unterkonstruktionen aus Rabitzfragmente gesichert werden. Dann müssen die Trag- und Bewehrungsstähle verlängert- , Putzträger aus Hochripp angerödelt und mehrere Putzschichten ergänzt werden.
Auf dem Foto kann man sehr schön die kleinteiligen Arbeitsschritte bei denkmalpflegerischen Leistungen erkennen – nicht historische Putze wurden entfernt, lose Putzflanken an geböscht, marodes Holz freigelegt, ausgetauscht (bauseitig) und ab jetzt wird neu aufgebaut. Als erstes werden die Staken in die Gefache gekeilt, dann Weidenruten zwischengespannt und dann mit Strohlehm verfüllt…..
So langsam lüftet sich der Schleier, aber doch noch nicht so richtig…. Die Sanierung der Wandflächen ist im vollen Gange, aber man kann jetzt ohne das Gerüst schonmal erahnen, wie groß diese Decke wirklich ist. Bei den bisher gezeigten Fotos konnte man dies nicht richtig einschätzen – wir freuen uns auf die Enthüllung und stellen, sobald die Schutzfolien demontiert sind, Bilder zur Verfügung.
Seit Juni sind wir mit den Freilegungen, Sicherungen und Konservierungen an ca. 2300 qm Decken und Wänden im Haus Cleff beauftragt. Somit erweitern sich unsere Aufgaben um folgende Punkte:
Sicherung aller historischen Tapeten- und Anstrichfassungen – teilweise wurde hier „drübergeputzt“, sodass hier erst Freilegungen und Reinigungen erfolgen müssen
Entfernung aller nicht historischen Putzaufbauten und Mauerungen – momentan 25m3 Bauschutt nach der Hälfte der Flächen
Entfernung der kompletten Elektroinstallationen – Da hier nicht Kabel aus der „Wand gerissen“ werden, sondern diese erst freigelegt werden, um den historischen Putzaufbau soweit wie möglich zu erhalten, ist dies eine sehr zeitaufwendige Leistung.
Generelle Sicherung der historischen Mörtel -also lose Flanken anschneiden und festigen
Wellerdecken ertüchtigen – das hier leider die „Auflagehölzer“ auch beschädigt waren, haben wir uns zu einem vollständigen Rückbau entscheiden. Hierbei wurden alle Lehmwickel entfernt, nummeriert, gelagert und nach Sanierung der Auflager, werden die alten Wickel durch neue ergänzend wieder eingebaut.
Wie schon berichtet -auch im Außenbereich haben wir Putzarbeiten am Altbau und auch der Neubauerweiterung ausgeführt. Jetz sieht es aus wie „aus einem Guss“, harmonische Farbgebung und schöne Architektur.
Gerade eben fertig gestellt – Innenputzarbeiten an einem Anbau in Halver mit vielen schönen Details wie versenkten Fußleisten, Erstellung von Sichtachsen und damit verbundenen hohen Putzstärken- bzw. Auffütterungen.
Für eingelassene Sockelleisten müssen vor den Putzarbeiten mit einem Laser alle begrenzenden Schienen gesetzt und die zurückspringende Fläche vorgeputzt werden. Wie man auf den Fotos erkennen kann, hat sich diese sehr zeitintensive Arbeit gelohnt.