Wir haben am Neubau „Kreisarchiv Viersen“ mit unserem Auftrag für Lehmputzarbeiten begonnen. Zwischendurch hat sich die bauseitige Planung etwas verändert, sodass wir hier sehr umfangreiche Betonsanierungen ausführen sollen. Filigrandeckenfugen sollen an diesem Bauvorhaben nicht wie üblich oberflächenbündig, sondern im zurückliegenden Trapez geschlossen werden.
Mitte letzten Jahres hatten wir mit einer kompletten Außenputzsanierung eines abgebrannten, teils neu aufgemauertem und dabei erweitertem Wohnhaus begonnen. Siehe Bilder –sehr aufwendige und zeitintensive Putzarbeiten, aber das Ergebnis ist sehr ansprechend. Als kleines I-Tüpfelchen durften wir jetzt noch Stuckarbeiten an einer Grundstücksmauer ausführen. Momentan sind wir an der Farbfassung, welche dann mit Vergoldungen der Büstenkopfbedeckung abgeschlossen werden.
Erst wurden wir durch die Schadstoffsanierung ausgebremst und dann haben wir diesen „grausigen Fund“ gemacht – alle im Lager vorgezogenen, bzw. gefertigten Stuckprofile wurde mehr als achtlos weggeräumt – siehe Fotos – die Arbeit von zwei Monaten wurde hier zerstört.
Unsere Leistungen an Innenwänden mit Erstellung von Stakenfüllungen mit Weidenruten und Strohlehmen sind abgeschlossen. Als nächstes erfolgt die Sanierung der Lehmwickeldecken. Hierbei werden auch Eichenstaken als Träger verwendet, allerdings werden diesen nicht wie in Wandgefachen mit Ruten gefüllt, sondern mit Langstroh und Lehmschlämme umwickelt, dann mit Keilfräsungen und Sicherungslattung zwischen den Kehlbalken eingeschoben und danach mit groben Lehmstroh aufgemörtelt. Wir berichten weiter….
Die Bilder zeigen den Zustand, nachdem wir die denkmalgeschützten Fliesenflächen mittels Eisstrahlen gesäubert haben und die Beiputzarbeiten an den Fehlstellen begonnen haben.
Hier wird in der Denkmalpflege auf zwei unterschiedlichen Wegen agiert – einerseits so wenig wie möglich im- oder am Bestand verändern, oder wie auf Bild „Variante 2“, so offensichtlich wie möglich abgrenzen. Beides hat seinen Charme.
fertiger Sanierputz zu DenkmalfliesenEisstrahlen und Beiputz (4)Eisstrahlen und Beiputz Eisstrahlen und BeiputzBeiputz VarianteBeiputz VarianteVorherNachher
Nach langer Pause geht es endlich weiter und wir haben mit farbigen Oberputzen begonnen. Diese „fertigen Oberflächen“, welche nicht mehr mit Anstrichen weiterbehandelt werden, werden zweilagig mit eingefärbten Lehmmörteln ausgeführt, welchen dann noch Zuschläge wie Stroh, Muschelmehle o.ä. zugegeben werden, welche dann an der Oberfläche freigerieben werden. Hierdurch können wunderschöne Effekte z.B. bei Lichteinfall erzielt werden.
Im Dachgeschoss sollen die farbigen Lehmflächen dem restaurierten Gebälk angeglichen werden. Hierzu haben wir mehrere Muster erstellt, welche noch gebürstet werden müssen…..
Unsere Leistungen an Innenwänden mit Erstellung von Stakenfüllungen mit Weidenruten und Strohlehmen sind abgeschlossen. Als nächstes erfolgt die Sanierung der Lehmwickeldecken. Hierbei werden auch Eichenstaken als Träger verwendet, allerdings werden diesen nicht wie in Wandgefachen mit Ruten gefüllt, sondern mit Langstroh und Lehmschlämme umwickelt, dann mit Keilfräsungen und Sicherungslattung zwischen den Kehlbalken eingeschoben und danach mit groben Lehmstroh aufgemörtelt. Wir berichten weiter….
….Momentan werden wir an mehreren Baustellen ausgebremst – leider auch in Oberhausen. Hier wurden letzte Woche bauseitig zeitgleich mit unseren Arbeiten Demontagen von Wandvertäfelungen vorgenommen. Der ausführende Schreiner hat leider Schadstoffe im Unterbau gefunden, sodass die ganze Baustelle wegen erforderlicher Schadstoffbeseitungen stillgelegt wurde – für mindestens 4 Wochen….
Nach wochenlangen Konservierungen, Sicherungen und als letztes Grundputzen, haben wir in dieser Woche mit der Montage der im Lager vorgefertigten Stuckprofile begonnen – endlich kann man mal was Schönes sehen. Die Stuckelemente werden in großen Teilen leicht vergütetem Stuckgips direkt an den Unterbau angeklebt, teilweise verwenden wir die Stuckleisten aber auch als Lehren für den Verputz der Flanken. Momentan ist noch alles roh, nicht abgetrocknet bzw. noch nicht beigestuckt – trotzdem kann man sich schon gut einen Gesamteindruck verschaffen….
Nach Erstellung mehrerer Musterobeflächen haben wir diese Woche mit der letzten Putzschicht begonnen. Als Unterputz hatten wir einen Porengrundputz ausgeführt, um ein maximales Speichervolumen für Salze zu erreichen.
Als Oberputz verwenden wir einen „naturweißen“ Sanierputz, welcher mit geriebener Oberfläche erstellt wird. Hier die ersten Fotos, weitere nach der Abtrocknung zeigen wir demnächst.