Im November durften wir ein besonders spannendes Projekt in Schalksmühle realisieren. Der Wunsch des Bauherrn: Eine energetische Sanierung, die ausschließlich auf natürliche Materialien setzt. Unsere Lösung war ein hochwertiger Wandaufbau aus Kalk-Dämmputz und Lehm.
Der Weg zur Wohlfühlwand: Nach dem kompletten Rückbau der Altputze haben wir die Basis mit einem Kalkvorspritzmörtel geschaffen. Für die nötige Wärme sorgt nun ein Hessler Kalkdämmputz, den wir in mehreren Arbeitsgängen bis zu einer Stärke von 6 cm aufgetragen haben.
Das optische und funktionale Highlight bildet das Finish: Eine in Lehmfeinputz eingebettete Gewebearmierung schützt vor Rissen, während ein zweilagiger, fein gefilzter Lehmoberputz für ein unvergleichliches Raumklima sorgt.
Struktur und Raumklima
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Natürliche Ästhetik in Schalksmühle: Hier sieht man den frisch gefilzten Lehmoberputz. Er sieht nicht nur edel aus, sondern reguliert aktiv die Luftfeuchtigkeit im gesamten Raum
In den letzten Wochen wurden die Sanierungsarbeiten an einem Umbau „Kirche zu Wohnhaus“ abgeschlossen. Ausgeführt wurden hier Gipskalkputze, welche einlagig verarbeitet und geglättet wurden ….. mit der Besonderheit, dass hier kein Farbauftrag erfolgte. Leicht angeschliffen sind hier wunderschöne, lebendige Oberflächen entstanden, die auch zu dem glatten Stuck und den runden Fensteranbindungen sehr gut passen.
Bei einer kürzlich stattfindenden Ortsbegehung konnte man mal Fotos nach Einzug des Standesamtes machen. Die von uns ausgeführte Innensanierung mit Lehmputz und Holzfaserdämmungen sieht also auch mit moderner LED-Beleuchtung und Streiflichtern noch sehr schön aus – Ein voller Erfolg!!!!!!
Wir haben die Innen- und Außenputzarbeiten fertig gestellt. Schön zu sehen sind die unterschiedlichen Ebenen des außen aufgeputzen Fachwerkimitats, welches sich jetzt durch den schwarzen Anstrich schön absetzt.
Auf den Innenwandaufbau -Lehm-Innendämmung-Kalkarmierung haben wir einen leicht gekörnten Kalkfeinputz aufgetragen.
Am B.V. „Verbindungskeller Engelshaus in Wuppertal“ wurden wir mit der Sanierung von denkmalgeschützten Kappendecken beauftragt worden. Eine Ertüchtigung sollte auch beim Brandschutz erfolgen, sodass hier das HBT-Brandschutz-Mörtel-System mit Perlite-zuschlägen verwendet werden sollte.
Zuerst wurden die Metallunterzüge entrostet, dann mehrfach mit Rostschutzfarbe grundiert und nach Abtrocknung wurde ein Edelstahl-Ziegeldraht-Gewebe mechanisch als Putzträger befestigt. Zur Haftvermittlung wurde dann die ganze Fläche mit scharfsandigen Haftmörtel HBT M1 vorgespritzt und dann mit HBT M2 zweilagig, dem krummen Deckenverlauf folgend verputzt.
An den Wänden haben wir in diesem Zuge die Bestandsputze ergänzt. Hierfür bot sich ein Kalkmörtel mit Blähtonzuschlägen an, da bis zu 35mm Putzschichten ergänzt werden mussten.
Endlich mal Bilder von einer fertig gestellten Sanierung – eingerichtet und „in Benutzung“ genommenes Haus Palz in Senden – Lehmputz mit wunderschönen Details.
Gerade eben fertig gestellt – Innenputzarbeiten an einem Anbau in Halver mit vielen schönen Details wie versenkten Fußleisten, Erstellung von Sichtachsen und damit verbundenen hohen Putzstärken- bzw. Auffütterungen.
Für eingelassene Sockelleisten müssen vor den Putzarbeiten mit einem Laser alle begrenzenden Schienen gesetzt und die zurückspringende Fläche vorgeputzt werden. Wie man auf den Fotos erkennen kann, hat sich diese sehr zeitintensive Arbeit gelohnt.
Vorbereitende Arbeiten und nicht volldeckenden Trassvorspritz haben wir zu fast 50% ausgeführt, sodass jetzt eine Kolonne mit dem Porengrundputz begonnen hat. Dieser „Speicherputz“ quillt beim erhärten auf und bildet dabei sein Porenvolumen, welches als „Lagerstätte“ für Feuchte, also absetzenden Salzen dienen kann. Auch hier wird mit Trass als Bindemittel gearbeitet, um einen möglich spannungsarmen Abbindeverlauf zu gewährleisten. Gewollt ist die allseitig schräge Ausführung an Fensterleibungen. Diese haben wir nach einer Betonsanierung an den Stürzen mit Edelstahl-Ziegeldraht-Gewebe als Rabitzkästen vorab „in Form“ gebracht.
Über den weiteren Baufortschritt werden wir demnächst berichten…..
Letzte Woche haben wir mit der Sanierung des Nollendorfplatzes in Dortmund begonnen. Dieses denkmalgeschützte Gebäude hatte durch die Montage unsachgemäßer Trockenbauvorsatzschalen in den 90ern im Kellerbereich auf fast 1000qm erhebliche Feuchte- und Schimmelprobleme gekommen, sodass hier eine Sanierung erforderlich wurde. Nach Demontage der Trockenbauschalen, Entfernung von durchschimmelten und nicht mehr tragfähigen Mauerbeschichtungen, Reinigung des Untergrundes und Auskratzen der Fugen soll nun ein Sanierputzsystem aufgebracht werden.
Die Trockenbauausführung wurde leider auch an den denkmalgeschützten Fliesen angewendet. Diese werden von uns durch Eisstrahlen gereinigt und auch mit Sanierputzen ergänzt. Bei denkmalgerechten Sanierungen wird oft der Weg des „Zeigens“ gewählt, weil so für die kommenden Generationen eine klare Trennung der jeweiligen Epochen sichtbar und nachvollziehbar ist.
Hier die versprochenen Fotos der fertig Lehmoberputze im Neubau mit Wandheizungen und Lehmbauplatten als Untergrund. Fast alle Wandflächen wurden ohne auffällige Zuschläge in „cremeweiß“ ausgeführt – nur die freistehende Treppenhauswandscheibe im EG wurde mit Gold schimmernden Strohzuschlägen betont, was aber trotzdem nicht aufdringlich wirkt.
Eine schöne Alternative beim Holzrahmenbau sind Wand- oder Deckenbeplankungen aus Lehm mit integrierter Flächenheizung. Diese Niedertemperaturflächenheizung schafft durch geringe Vorlauftemperaturen und durch den Baustoff Lehm ein sehr angenehmes Raumklima und ersetzt die normale Gipskartonbeplankung. Der Verputz kann dann mit Lehm- oder Kalkputzen im Dünnschichtverfahren ausgeführt werden. In einem der nächsten Beiträge werden wir Fotos der fertigen Oberflächen zeigen.